Gegen Rochade traten wir wieder mit ein paar Resrvisten an; die Aufgabenstellung war klar verteilt: die erste Mannschaft hatte den Klassenerhalt in der Oberliga gesichert, die Zweite sollte gewinnen um an Aichach dran zu bleiben und mit Rochade einen direkten Konkurrenten in Schach zu halten und die dritte sollte versuchen, Aichach zu ärgern.
Der gegenseitige Respekt zwischen uns und Rochade war zu spüren; nach langsamen abtasten folgten dann bald eine reihe von Remisen, wobei man keinesfalls von Freundschaftsremisen sprechen kann!
Den Anfang machte Helmut, der gegen Jens Weichelt sich sehr bald auf Unentschieden einigte (dabei war es definitiv nicht zu kalt im Spiellokal), aber wahrscheinlich war das Mittagessen fertig.
Recht bald kam Dimitri heraus und meldete seinen Punkt; beide hatten lange entlang der Theorie gespielt und waren dann bald in unentschiedene Fahrwasser gekommen. So kamen beide nur leicht verspätet zum Mittagessen.
Eine wilde Partie lieferte Stefan ab; heterogene Rochaden, lange Zeit gefiel mir die Stellung von Stefan deutlich besser; kurz vor der Punkteteilung hatte er einmal eine gewinnchance (in sehr komplizierter Stellung) und in der Remisstellung sah es zwar aus, als könne Stefan auf Mattangriff spielen, aber hier konnten wir praktische jede Analyse zu einem Sieg seines gGegners berechnen. Insofern waren wir dann im nachhinein um den halben Punkt recht froh.
Chris hatte eine wilde Eröffnung abgelassen, hatte zwei Bauern gegen Entwicklungsvorsprung gegeben und kam zu Königsangriff. Der Angriff setzte sich dann nicht durch, auch, weil einfach zu viel Material getauscht wurde. Am Ende bekam Chris Kompensation, allerdings nicht genug, um gewinnen zu können. Die Punkteteilung geht wohl i.O.
Bei Bernd sah es zunehmend gut aus, eine kleine Kombi gewann einen Bauern und Bernd konnte in ein Baunerendspiel mit T+S gegen T+L abwickeln. Da stellte er dann leider mit einem einfachen Trick seinen Mehrbauern wieder ein und jetzt wurde es etwas zäh. Am ende konnte er trotz kleinen Vorteilen nicht mehr als Remis erreichen. Schade.
Irgendwer sollte hier jetzt mal gewinnen. Lauter Remisen, und einen Punkt kann man immer mal verdaddeln.
Ich hatte mir aufgrund des vorletzten Themenabends a bisserl was angeschaut,l disponierte aber dann am Brett spontan um und vermied so, meinem Gegner in "seine" Eröffnung reinzulaufen. Danach kam ich wieder in eine meiner vogelwiden Stellungen (wenn Bernd immer an meiner Stellung vorbeigeht und in die Ferne schaut, dann weiß ich Bescheid). Wildes Gedränge am Damenflügel, ich lasse meinen gegner auf f3 eindringen (nur nix tauschen!) und auf einmal kann ich mit einem Zug seine beiden Springer angreifen. Kurz darauf habe ich eine Mehrfigur, werde aber am Königsflügel wild angegriffen. Als ich dann eine zweite Mehrfigut habe, habe ich den ersten ganzen Zähler. Wir liegen in Führung.
Gegen Zimmermann hat Harald ein blitzsauberes Endspiel durchgezogen: Mehrbauern erobert, König muss sich um den entfernten Freibauern kümmern, der König wird abgedrängt und der eigene Bauer läuft mit Königsunterstützung. Vor dem Brückenbau bekommt Harald den ganzen Zähler.
wir haben gewonnen, liegen 4,5 : 2,5 in Führung.
Kleiner Wermutstropfen: Frank ist am Spitzenbrett in Not; er steht defensiv, ohne Gegenangriff und Thorsten holt dann den erhenpunkt für Rochade.
Trotzdem: Aichach hat wieder gewonnen; unser einziger Punktverlust in der Saison, die Niederlage gegen Aichach, kostet und den Aufstieg. Man kann Aichach schon mal anfangen zu gratulieren. Andererseits: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jeder darf mal patzen...