Dejavu zum Auftakt! - oder - auf der Zielgeraden doch noch gestolpert. (Kriegshaber - Tarrasch München 3,5 : 4,5)

 

Die erste Mannschaft hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen. Mit einem verabschiedeten 10 Punkte Plan vom letzten Sommerfest soll ein reibungsloser Spielbetrieb in der neuen Saison gewährleistet werden.

Nun, ein paar Punkte konnten zumindest schon mal erfüllt werden. Danke an Vadim und Michael, dass die Bretter schon alle aufgebaut waren! Eine Ergänzung zu diesem Punkt, der noch aufgenommen werden muss und ab dem nächsten Heimspiel dann Gültigkeit hat, ist das Kochen von Kaffee! :-)

Als Auftaktgegner hatten wir wie schon letztes Jahr Tarrasch München. Nur diesmal zu Hause, anstatt auswärts. Ansonsten hatte sich nicht viel geändert, zumindest von der Spielstärke nicht. Letzte Saison SKK DWZ Ø : 2134 - Tarrasch München DWZ Ø : 2165. Heuer SKK DWZ Ø : 2140 und Tarrasch DWZ Ø : 2138.

 

Als erstes konnte ich (Denis) zumindest einen halben Punkt zum geplanten Mannschaftserfolg beitragen. Naja, besondern stolz kann ich nicht sein, denn trotz Vorbereitung auf eine neue, interessante Eröffnung, gelang es meinem Gegener, mich in eine alte, unbeliebte Variante, die ich das letzte Mal vor 20 Jahren auf dem Brett hatte, zu locken. So kam ich also schon nach 11 Zügen ziemlich ins Schwitzen und entschied mich letztendlich für eine zweischneidige und riskante Fortsetzung, die Weiß klaren Vorteil ermöglicht. Zu meinem Glück nutzte mein Gegner sein Chance nicht vollumfänglich und so konnte ich schon 8 Züge später durch ein Läuferopfer mich ins Dauerschach retten. Puhhh.....das war knapp. Muss beim nächsten Mal besser laufen!

Ca. 1 Stunde später, nachdem ich kurz meine Partie mit meinem Gegner angeschaut hatte, vermeldete überraschend Vadim an Brett1 gegen GM Maksimenko einen Sieg! Vadim stand nach der Eröffnung etwas schlechter, aber solide. Sein Gegner griff mit seinem Läuferpaar auf Vadim's Königsflügel an und war ziemlich erfolgreich, so dass Vadim kaum noch eine Chance auf Rettung sah. Doch man muss die guten Züge auch in der vorgegeben Zeit schaffen und dies gelang dem GM nicht. Am Ende konnte sich sein Angriff in der verbleibenden Zeit nicht durchsetzen und Vadim ging als Sieger vom Platz!

Gleichzeitig oder auch bissl später/eher war Christoph fertig. Er erlangte schon früh in der Eröffnung Vorteil und wickelte dann in ein besseres Damenloses Mittelspiel/Endspiel ab. Angekommen im asymmetrieschen Endspiel (Bauernstruktur) waren seine Figuren aktiver und er konnte dem gegnerischen König in der Brettmitte Probleme bereiten. Sein Gegner bot dann zwar noch zwei mal Remis, aber nur wenige Züge später gab er dann doch auf.

Wir führten 2,5 : 0,5! Es entfachte plötzlich etwas Euphorie in mir, denn auch die anderen Bretter sahen für mich über den Daumen gepeilt gut aus. Ich rechnete mir noch so 2,5 Punkte aus, was ja reichen sollte. Doch ich sollte mich irren...

Als nächstes gab es jeweils einen Punkt für uns (Paul hat gewonnen) und einen Punkt für den Gegner (Robert hatte leider verloren).

Robert hatte mir seine Partie nach Beendigung gezeigt, denn er hatte sich über seinen Fehler, der letztendlich zum Verlust führte, sehr geärgert. Man könnte meinen, dass das schon das Dejavu war, denn im letzten Jahr erging es ihm ählich.

Heuer stand er  mit Schwarz ganz ordentlich, hatte am Königsflügel h6 und g5 gespielt und sich deswegen nicht mehr so richtig getraut zu rochieren. Sein Gegner tat es aber irgendwann und Robert's König blieb leider in der Mitte. Das muss nicht immer den Verlust bedeuten, doch nach dem schon erwähnten Fehler fiel die Bauernkette vor seinem König auseinander.

Paul spielte das Damengambit und sein Gegener wählte mit 7....Se4 die Lasker Verteidigung. Schwarz entschied später aus der Verteidigung in den Angriff überzugehen und war auch recht erfolgreich. Er schaffte es sogar beide Türme auf der Grundreihe zu positionieren. Doch als er dann einen Turm opferte, hatte er sich wohl verrechnet. Paul konnte den Turm einfach nehmen und die Partie zum Sieg führen.

Bei Sebastian war es mir ein Rätsel wie er die Zeitkontolle schaffen konnte, nachdem er glaub ich fast 20 Züge mit weniger als 2 Minuten + den 30 sek Zeitaufschlag überleben musste. Doch er hat es geschafft. Leider dann doch mit einer entscheidenden Schwäche, die sein Gegner zum Sieg nutzen konnte.

Es stand 3,5 : 2,5 und bei Michael und Thomas liefen noch die Partien.

Michael stand nach eigener Aussage nach 28 Zügen auf Gewinn. Er hatte einen Bauern mehr und eine gute Stellung. Das sollte doch reichen. Oder? Ja, wenn da nicht die Blackouts wären oder war es doch die Sonne, die geblendet hat? Ich ziehe eh den Hut vor denen, die an Brett 1 und Brett 2 spielen, denn oft scheint einem die Sonne dermaßen auf das Brett, dass man Probleme haben könnte die weißen und die schwarzen Felder zu unterscheiden. Einen Vorhang gibt es wohl schon. Sogar von Michael gesponsort! Müsste ihn nur noch jemand anbringen. @Wolfgang, da sind wir wohl wieder gefragt :-)

Aber zurück zu den Blackouts. Ja, es gab leider zwei davon. Der erste wohl im 29. Zug, wonach es nur/immer noch  Remis war, doch dann folgte noch ein Zweiter, welcher zu einem verlorenen Endspiel führte.

3,5 : 3,5. Spannend wie nie und nun lag alles am Captain. Als Kiebitzer kann ich nur sagen die Stellung war unklar und keiner wußte genau, wer am Ende als Sieger vom Tisch aufstehen sollte...

Thomas war mit seinem Königsindischen Angriff mit Weiß gegen seinen Kontrahenten, der einen französischen Verteidigungsaufbau gewählt hat, ganz gut aus der Eröffnung gekommen.
Das Mittelspiel war mit leichter Initiative für ihn. Sein Kontrahent konnte ein ums andere Mal die “einzige“ Verteidigung finden.
Nach der Zeitkontrolle wollte Thomas die Partie für sich entscheiden und setzte unsauber fort und wurde im Endspiel dann leider geschickt ausgekontert und verlor kurz vor Ablauf der “absoluten“ Spielzeit.

So waren es wieder die Münchner, die am Ende über ein 3,5 : 4,5 jubeln konnten und uns kam es vor wie letztes Jahr, wo wir ähnlich knapp vor einem Sieg, doch noch auf der Zielgeraden gestolpert sind.

 



Autor dieser Meldung:Denis Wiegner
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Kommentare zu dieser Meldung:

Name und ZeitpunktKommentar
Moritz schrieb am 27.10.2018 gegen 00:04 Uhr Danke für den spannenden Bericht!
Thomas schrieb am 26.10.2018 gegen 07:47 Uhr Klasse Bericht! Vielen herzlichen Dank, Denis.
WolfgangM schrieb am 26.10.2018 gegen 07:38 Uhr ...und ja, wir beide müssen - als bewährtes Renovierungsteam - dann den Vorhang anbringen!
WolfgangM schrieb am 26.10.2018 gegen 07:35 Uhr Toller Bericht und viel Glück in der neuen Saison! Die Bretter hat aber jemand anderes aufgebaut...


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