Kriegshaber IV gewinnt zu hoch mit 6 : 2

Hoher Sieg in der Kreisliga II gegen Thierhaupten

Vergangene Saison hatten wir noch einen hoffnungsvollen Mannschaftskampf gegen Thierhaupten zu einem 4 : 4 vergeigt (wobei der Berichterstatter in der letzten Partie des abends in ein einzügiges Matt gelaufen war und danach längere Zeit unter psychologischer Betreuung gestanden war) und waren danach tief im Abstiegsstrudel, dem wir dann nur durch einen Sieg bei Caissa gerade so entkamen. Dieses Jahr wollten wir es besser machen und schon möglichst früh in der Saison etwas Abstand zu den Abstiegsrängen aufbauen um etwas entspannter in die Begegnungen gehen zu können.

Der Termin war für uns nicht ganz optimal (aber wann kann ein Spielleiter schon jemals Termine festlegen, die von allen als optimal eingestuft werden?), denn am Nachmittag waren bei der Jugend die U16 und die U12 in Schwaben im Einsatz und parallel zu uns spielte dann noch die dritte Mannschaft in Gersthofen, bei denen dann auch noch dringend Ersatzspieler benötigt wurden. So half dann von unserer Stamm-Mannschaft Flo Wieser in der Kreisliga I aus.

Nach ein paar Absagen bekam ich dann doch noch eine komplette Mannschaft ans Brett (streng genommen sogar ein Spieler zu viel, ich hatte eine letzte Zusage nicht mehr mitbekommen). Thierhaupten trat in Nominalbesetzung 1-8 an.

An Brett 5 war bei Werner gerade die Eröffnung absolviert und die Truppen formierten sich, aber bevor sich das Spielglück auf die eine oder andere Seite neigen konnte einigten sich die beiden Spieler auf eine Punkteteilung.

Ich spielte (nach Zügen) deutlich länger, allerdings zeitlich auch nicht viel länger als Werner; eigentlich hatte ich mich bei heterogenen Rochaden vorteilhaft gesehen, nachdem ich die gegnerische Königsstellung deutlich lockern konnte, allerdings fand ich im Anschluss keinen Plan, den gefühlten Vorteil zu amortisieren, zumal mein Gegner sich vor allem auf eine solide Verteidigung verlegte. Am Schluss war ein Endspiel mit jeweils drei Bauern und verschiedenfarbigen Läufern einfach totremis.

Vom Tisch 4 ("warum spiele ich denn sowit vorne?") kam Erich eine halbe Stunde später strahlend und vermeldete den ersten ganzen Zähler für uns. Die Eröffnung hatte noch ganz unspektakulär ausgesehen, aber bald schnürte Erich seinen Gegner immer weiter ein, der Punkt war eine logische Konsequenz.

Danach tat sich ganz lange Zeit wenig bis nichts; etwas nervös machte mich, dass die beiden, die verspätet zum Mannschaftskampf eingetroffen waren und auch Moritz, der stets gerne seine Zeit umfassend in Anspruch nimmt, dass ausgerechnet die drei immer wieder ganz entspannt im Analyseraum saßen oder andere Partien begutachteten. Wobei man sagen muss, dass vor allem Peter am Brett 2 immer weiter Druck aufbaute und langsam alle Figuren gegen die gegnerische Königsstellung in Stellung brachte. Das sah auf jeden Fall sehr hoffnungsvoll aus. Auch bei Moritz an Brett 3 stiegen die Hoffnungen auf einen ganzen Zähler mit fortschreitender Partie immer weiter. Nur wenig später kamen beide und meldeten für Brett 2 und Brett 3 jeweils ihren Sieg. (Kommentar des Thierhauptener Spielers an Brett 3: "Ich bin glaub ich noch niemals in einem Mannschaftskampf matt gesetzt worden" - Naja, gibt immer ein erstes mal).

Jetzt stand es 4 : 1 für uns, das kannten wir noch vom letzten jahr, aber glücklicherweise war ich dieses mal schon fertig. Buchi gab hier die Cassandra ("das kann noch komplett kippen, Thomas und David stehen auf Verlust und Stefan hat nur einen Mehrbauern").
Das will ich eigentlich nicht hören.
Kurz darauf eine Korrektur: Stefan hat eine Mehrfigur.
Ok, schon besser. wir werden doch irgendwie diesen helben Punkt zum Sieg noch zusammenbekommmen ??!!!?

Bei Thomas an Tisch 6 gingen jetzt doch die Lichter aus, er musste die Segel streichen.

Auf einmal kam jemand zu mir und vermeldete zwei Siege an Brett 7 und 8.

Wie bitte?

Stefan hatte es jetzt durchgezogen und seine Mehrfigur dann in einen ganzen Punkt umgewandelt. Etwas überraschend war es bei David "eigentlich hatte ich schon vor zehn zügen aufgeben wollen, ich hab nur weitergespielt für den Mannschaftskampf, weil ich halt die bessere Zeit hatte und mein Gegner knapp dran war"). Ein ziemlich groteskes Ende: Der Thierhauptener hat vor dem letzten Zug noch 45 Sekunden auf der Uhr und fragt nach, ob er noch einen Zug bis zur Zeitkontrolle machen muss (was bejaht wird). Statt jetzt aber einfach einen Zug zu machen und NACH der Zeitkontrolle zu überlegen, wie man jetzt sofort matt setzen kann, grübelte er sofort über die Mattkombi, ergriff dann die Figur und ...

... bevor er die Figur absetzen und die Uhr drücken konnte, fiel die Klappe.
Sein Sieg war David danach etwas peinlich, aber das sind halt die Regeln.

Deswegen jetzt insgesamt das Resümee: Gut dass wir gewonnen haben (gut gegen das Nervenflattern im Abstiegskampf), aber mit 6 : 2 ist der Sieg zu hoch ausgefallen.



Autor dieser Meldung:Eckhardt Frank
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