Ein wichtiger Sieg der ersten Mannschaft


Betrifft Mannschaft: 1. Mannschaft (Landesliga Süd)

 

Wir hatten zwar eine bessere Ausgangssituation als in der letzten Saison, da wir diesmal mit immerhin 3 Mannschaftspunkten (aus dreimal 4 : 4) gegen Dillingen antraten, die selber noch gar nicht punkten konnten, aber ein gewisser Druck lastete schon auf uns. Sollten wir den Kampf vergeigen, so würde Dillingen wieder an uns ran kommen und wir wären dem Tabellenende selbst viel zu nahe. Und gegen Dillingen haben wir uns schon mehrfach schwer getan.

Rein nominell sah es gut für uns aus – Dillingen musste erneut ersatzgeschwächt antreten, was den Tabellenplatz etwas erklärt. Wir hatten im Schnitt 80 DWZ-Punkte mehr, aber was sagen schon Zahlen?

Der Kampf war erwartungsgemäß eng und wir haben mit einem leichten blauen Auge die wichtigen zwei Mannschaftspunkte mitnehmen können.

Warum blaues Auge? Nun, wir haben es Dillingen leicht gemacht – Michael hat sich leider früh veropfert. Natürlich wollte Michael Angriff erhalten, natürlich wollte er Kompensation, aber Irren ist menschlich. Das Opfer erbrachte weder Angriffschancen noch Kompensation, sondern nur eine Verluststellung und einen Punkte für den Gegner.

Thomas hat schlicht etwas übersehen – im Prinzip hat er leider einen Bauern und die Stellung eingestellt. Kann passieren, passiert auch leider immer wieder (zum Glück auch den Gegnern, es gleicht sich alles aus). Aber in diesem Kampf ist das dann doch etwas unglücklich. Statt das Siechtum einer schlechten Stellung mit Minusbauern zu ertragen, wollte Thomas dann etwas rumtricksen, was dazu führte, dass er direkt erlegt wurde. Also ein weiterer Punkt für Dillingen.

Dann war Sebastian an der Reihe – er hat auch eine Finte des Gegners schlicht übersehen und hat dann – mutig – die Dame gespuckt, um nicht völlig breit zu stehen. Natürlich keine komplette Dame, sondern die Monarchin für einen Turm und eine Leichtfigur, aber einfach ist das nicht zu spielen. Zum Glück konnte Sebastian ganz cool eine Burg bauen und hat einen halben Punkt retten können.

Ach ja, dann war da noch meine Partie. Die Eröffnung ging klar für mich aus (der Blechdepp gibt mir eine ganze Bauerneinheit mehr für meine Stellung). Natürlich will man sowas gewinnen und natürlich ist man manchmal etwas ungeduldig. Mein Figurenopfer aber, von dem ich ausging, dass es nicht nur korrekt, sondern auch noch hilfreich ist, ging einfach nicht. Der Computer hat sofort ein rotes Licht aufleuchten lassen und hat süffisant 4 Bauerneinheiten für den Gegner angezeigt (erst waren es drei, aber nach längerem Grübeln). Und die Variante, die ich fortsetzen wollte, hat er mit sieben Bauerneinheiten für den Gegner gewertet. Man muss dazu sagen, dass wir nach dem Kampf noch in kleiner Runde ausführlich analysierten und alle das Opfer als spielbar und nicht schlecht ansahen. Aber als ich die Computerzüge nachgespielt habe, war es klar – es ging ja sowas von gar nicht. Zum Glück hat der Gegner ähnlich gedacht wie ich und das Opfer nicht angenommen. Es ist halt Mensch gegen Mensch. Trotzdem stand ich einen Halbzug lang auch völlig auf Verlust.

Glück gehabt…

Und nochmal Glück gehabt, da meine Partie dann die längste des Tags wurde und ich ein totremisiges Turmendspiel zugelassen hatte – Turm plus Bauer gegen Turm, König des Gegners vor dem Bauern – und ich es trotzdem gewinnen konnte. Bei Remis hätten wir das vierte 4 : 4 gehabt.

Zu den anderen Partien bleibt noch:

Paul hat seinen Gegner amtlich niedergestreckt – spielt man die Partie nach, sieht alles so leicht und einfach aus… Punkt für uns!

Robert hat ein ungefährdetes Remis erspielt. Es war eine Variante, die ich noch nicht gesehen hatte – sah alles sehr nach Theorie aus, aber dennoch unkonventionell. Das Remis passte aber zum Partieverlauf.

Und Denis spielte, und da tut er mir richtig leid, zum fünften Mal mit Schwarz (irgendwie fiel immer jemand so aus, dass die Farben eingefroren blieben – das Murmeltier lässt grüßen). Aber was sein muss, das muss sein. Es war eine tolle Partie – und die zeigt, dass ein Springerpaar gegen Läufer sehr nervig sein kann. Später hat der Gegner dann einen für die Verteidigung wichtigen Läufer weggetauscht – die Entscheidung habe ich nicht verstanden… und er stand direkt breit. Ein klarer Sieg.

Vadim am Spitzenbrett hatte mit schwarz nie Probleme gehabt und ein klares, ungefährdetes Remis erspielt. Die Eröffnung ist so gar nicht meine Baustelle (eher Michaels, weshalb ich hier wenig beitragen kann).

Summa summarum ein knappes 4,5 : 3,5 für uns. Glücklich, aber auch hart erkämpft. Da aber auch unsere Mitabstiegskonkurrenten (bis auf Dillingen natürlich) auch großteils punkten konnten und wahrscheinlich zwei Mannschaften absteigen, sind wir immer noch nicht draußen aus dem Abstiegssumpf. Witzigerweise könnten wir sogar noch aufsteigen, wenn wir Haunstetten schlagen und dann auch noch den Rest, aber das ist nicht ernst gemeint. Zwei oder drei Mannschaftspunkte brauchen wir wohl sicher noch. Ein paar Spiele haben wir ja noch vor uns. Packen wir’s an…

Hier die übliche Statistik:

 

 

SK Kriegshaber 1

DWZ

ELO

-

SC Dillingen 1

DWZ

ELO

4½ - 3½

1

1

Lavrinenkov, Vadim

2231

2256

-

3

Nuber, Korbinian

2249

2281

½ - ½

2

2

Bintakies, Michael

2179

2166

-

4

Billing, Christian

2175

2206

0 - 1

3

3

Reimann, Sebastian

2151

2156

-

5

Lederle, Vitus

2112

2190

½ - ½

4

4

Reis, Thomas

2178

2193

-

6

Bäuml, Ulrich

2046

2088

0 - 1

5

5

Wiegner, Denis

2156

2166

-

8

Giss, Arthur

2056

2047

1 - 0

6

6

Hahn, Christoph, Dr.

2134

2160

-

9

Sperr, Johannes

2037

 

1 - 0

7

7

Reimann, Robert

2050

2096

-

10

Giss, Helene, Dr.

2032

2038

½ - ½

8

8

Demel, Paul

2042

2176

-

11

Bauer, Wolfgang

1751

1826

1 - 0

Schnitt:

2140

2171

-

Schnitt:

2057

2096

 

 

 

RangMannschaft 12345678910 MPktBPkt
1. TSV Trostberg 1 **       5   8 - 2 24,0 - 16,0
2. SAbt TSV Haunstetten 1   ** 4 5       6 7 - 3 23,0 - 17,0
3. Münchener SC 2 **     4     5 7 - 3 21,5 - 18,5
4. SC Gröbenzell 1 4   **   4 5     6 - 4 19,0 - 21,0
5. SC Rottal-Inn 1   3     ** 4 2   6 5 - 5 20,5 - 19,5
6. SK Kriegshaber 1     4 4 4 **     5 - 5 20,0 - 20,0
7. SC Unterhaching 1   6   ** 5     4 - 6 20,5 - 19,5
8. SC Tarrasch München 1 3     3   3 **   4 - 6 20,0 - 20,0
9. SK Freising 1         ** 5 4 - 6 18,0 - 22,0
10. SC Dillingen 1   2 3   2     3 ** 0 - 10 13,5 - 26,5

 

Liebe Grüße,

Christoph



Autor dieser Meldung:Christoph,Dr. Hahn
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