Kreisliga I - 3.Mannschaft holt einen wichtigen Sieg gegen Keres I

Nachdem es lange Zeit sehr eng aussah, gewannen wir 5,5 : 2,5

Gegen Keres traten wir mit 3 Ersatzspielern an, Ersatz geschwächt oder Ersatz gestärkt?

Ich bekam erst mal einen Kurzlehrgang im Kopfrechnen, nachdem ich mich aus der 4.Mannschaft vorsorglich für das nächste Match abgemeldet hatte, wegen zu vieler Einsätze in höheren Ligen: Also: einmal Schwabenliga II Nord plus zweimal Kreisliga I macht - ca. - gerundet - also: drei. Genau: drei Einsätze. Alles ist gut, ich bin weiter in der 4.Mannschaft dabei.

Gut, dann zur Aufstellung: Lothar traf auf "Lieblingsgegner" (oder so ähnlich) Granithans Ostertag, Johannes bekam es mit Wolfgang Berthold zu tun. Tja, und Michael traf auf seinen Lieblingsgegner "spielfrei", sprich, Hubert Lindenmair würde nicht antreten. Michael konnte so im Nebenzimmer unseren Jungs von der Siebten dabei helfen, ihre Partien zu analysieren.

Brett 1: Johannes und sein Gegner neutralisierten sich gegenseitig weitgehend; am Königsflügel blieben die Reihen mehr oder weniger geschlossen, das aktive Spiel fand am Damenflügel statt; Johannes versuchte durchzukommen, Wolfgang Berthold verteidigte. Irgendwie ging da nix weiter. Und nach längerem Abtastenschüttelte man sich zur Punkteteilung die Hand.

Brett 2: Thomas hatte es mit Anton Lindenmair zu tun und das bedeutete, dass Thomas gegen einen Gegner mit eigenem (Blinden)Schachbrett spielen und die Züge ansagen, sowie die angesagten Züge des Gegners mit ausführen musste. Das stellt für manche Spieler ein gewisses Handicap dar, aber Thomas kam prima zurecht. Spielerisch sah alles noch ganz ausgeglichen aus, dank Michael führten wir ja 1 : 0, also bot Thomas Remis an und das wurde auch angenommen.

Brett 3: Ich meine, dass ich eine ähnliche Stellung bei Lothar beim letzten Mannschaftskampf auch gesehen habe, 5 Bauern auf dem Brett; dieses mal hatte Lothar den Springer gegen den Läufer von Hans und irgendwie hatten die beiden viel Respekt voreinander und ein Gewinnweg war auf die Schnelle auch nicht zu erkennen (auch wenn Hans der festen Überzeugung war, dass er diese Stellung mit dem Läufer eigentlich immer gewinnt; aber es war ja keine Blitzpartie gegen den "hier werden Sie beschummelt"-Frank). Die Punkteteilung sah auf jeden Fall ganz plausibel aus.

Brett 4: Max ging diesmal etwas weniger während seiner Partie spazieren, das war auch gut, denn diesmal wurde ihm die Zeit etwas knapp. In der Zeitnot kam er aber wesentlich besser mit der Stellung zurecht als Offenwanger, er baute sich eine aktive Stellung auf und konnte schließlich - gegen einen "geopferten" Bauern - ein dreizügiges Matt umsetzen.

Brett 5: Von der Partie von Stefan bekam ich eigentlich fast nichts mit; ich sah einmal den komplexen Aufbau, den Stefan sehr gerne spielt, eine Stellung, bei der ich beim kurz vorbeischauen eigentlich nie eine Einschätzung vornehmen kann; wie üblich hatte Stefan dann auch noch Zeitnot, 20 Züge in 15 Minuten. Alles kein Problem. Nach der Zeitkontrolle stand er dann auf einmal besser und während ich noch an meinem eigenen Endspiel herumbosselte, meldete Stefan seinen Sieg.

Brett 6: Kampfloser Sieg von Michael

Brett 7: Ich muss mal nachzählen, wie oft ich so zwischen Tür und Angel sowohl von Mannschaftskollegen als auch von Keres-Spielern die Frage gestellt bekam, ob ich denn meine Stellung verstehen würde. Nach ein paar Pseudo-Eröffnungszügen hatte ich das berühmte "phpv-System" (paar hinten, paar vorne) gewählt; nach wie vor meine ich, dass ich etwas aktiver stand. Naja, jedenfalls bis ich eine Drohung meines Gegners unterschätzte und einfach nicht meinen schwarzfeldigen Läufer tauschen lassen wollte. Danach stand ich auf einmal schlechter. So richtig schlecht. Zentrumsbauer weg für nichts, und meine Figurenstellung ist eine Ruine. Aber man muss ja dem Gegner auch die Chance geben, einen Fehler machen zu können und nach einem weniger guten Damenzug konnte ich Damen tauschen, einen Bauern zurückgewinnen, und auf einmal stand es bei mir immer besser. Zwar hatte der gegner das Läuferpaar gegen L+S im Bauernendspiel, aber meine Figuren waren aktiv, seine nicht und den König konnte ich mit L+S+Bauern hinter die 6.Reihe abdrängen. Jetzt gewann ich Bauer für Bauer und das Endspiel mit 3 Mehrbauern ließ sich Benedikt Gronde dann nicht mehr zeigen.

Brett 8: Bei Anton sah es für mich lange Zeit nach einer sehr ruhigen Partie aus, naja, zwei nicht so optimale Königsstellungen, aber sowas hat Anton üblicherweis im Griff. Dieses mal übersah er allerdings einen Bauerngewinn seines Gegners und dieser Bauer wurde immer wichtiger. Als dann noch ein Qualitätsverlust dazukam, musste Anton schon alles dransetzen, um gegen den Partieverlust anzukämpfen, leider vergeblich. So kam Keres zum Ehren-Punkt (ganzen Punkt); nachdem wir aber zu diesem Zeitpunkt schon 5,5 : 1,5 führten, konnten wir das verschmerzen.

Schaut man sich die übrigen Ergebnisse an, dann war das ein ganz wichtiger Sieg für uns; bei einer Niederlage hätten wir wohl die Klasse auf keinen Fall mehr gehalten, aber jetzt haben wir schon mal 4 Mannschaftspunkte. Witzig ist, dass sowohl wir als auch Keres in den beiden letzten Runden gegen Mering und Kissing spielen. Das werden dann wohl Schicksalsspiele werden. Lechhausen und Gersthofen spielen beiden noch gegen Friedberg, da kann man wohl davon ausgehen, dass sie jeweils punkten werden. Also müssen wir schauen, dass wir wenigstens Platz 6 in der Endabrechnung erreichen.



Autor dieser Meldung:Eckhardt Frank
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