Kriegshaber IV verliert mit 2,5 : 5,5 bei der zweiten Mannschaft der SGA

Zuerst möchte ich mich bei allen Mitspielern bedanken, die sichergestellt haben, dass wir zu acht antreten konnten.

Es war etwas mühsam, die Mannschaft aufzustellen, vor allem weil ein paar Absagen sehr kurzfristig (Vortag bzw. am Morgen des Spieltags auf telefonische Rückfrage) erfolgten. Auch die Ersatzspieler wollen ihre Wochenenden planen.

Die Begegnung begann mit einem Schock, weil einer unserer Spieler beim Abgang in das Kellergeschoss hängenblieb und heftig stürzte, glücklicherweise auf den Absatz, nicht die ganze Treppe herunter. Außer einem abgerissenen Brillenbügel war wohl nichts passiert (laut eigener Aussage), auf alle Fälle toitoitoi und (weiterhin) gute Besserung!

Sportlich traten wir mit einer Mannschaft an, die an vielen Brettern neue Mitspieler sah. Jetzt zum Ablauf in chronologischer Reihenfolge:

An Brett 6 hatte Stefan nach der Eröffnung eine Stellung auf dem Brett, die zwar etwas kompliziert aussah, meiner Ansicht nach aber für Stefan vorteilhaft schien: Die Damen waren getauscht, beide Könige noch im Zentrum und Stefan hatte seine Figuren gut entwickelt und stand sehr aktiv, was auch in den Gewinn zweier Bauern mündete (naja, einer davon war wohl nicht zu halten). Meiner Meinung nach hätte er jetzt konsolidieren müssen und dann ins Endspiel einleiten. Ich bekam die folgenden Züge nicht mit, nur musste Stefan auf einmal mitteilen, dass er aufgegeben hatte. Die Partie sollten wir uns auf alle Fälle demnächst mal intensiv anschauen.

Bereits das erste Ergebnis kam erst nach weit über 2 Stunden zustande. Als nächster (inzwischen 3 Stunden) endete die Partie an Brett 8: Hier trat Darius gegen das SGA Urgestein Zehter an, und die Partie von Darius gefiel mir lange zeit sehr gut. Er schaute sorgfältig in seine Stellung rein und hielt die Begegnung lange Zeit ausgeglichen. Letztendlich kam aber die große Routine seines Gegners zum tragen, der langsam aber sicher zu einem Königsangriff angetreten war, der Darius erst einen Bauern kostete und leider war die Königsstellung nicht mehr zu halten. Auf alle Fälle hat Darius gezeigt, dass er in den Kreisligen mitspielen kann, eine starke Leistung.

Am Spitzenbrett kam ich wie in den drei Vorjahren gegen Dr.l Klaus Münch dran, diesmal verließ ich unsere eingespielten (Remis-)Varianten und versuchte mich in der praktischen Anwendung des Buches, das mir Michael zum Studium nahegelegt hatte. Allerdings war ich noch lange nicht so firm wie nötig und war dann nach 10 Zügen in einer recht passiven (aber soliden) Stellung. Danach wurden die Damen getauscht, später die Türme und wir landeten in einem Endspiel, bei dem ich zwei Springer gegen das Läuferpaar hatte. Durch 7 Bauern jeweils war die Stellung recht geschlossen; wir machten noch ein paar Züge ehe mir mein Gegner das Remis anbot.

Es wurde Zeit, dass wir mal etwas für das Punktekonto tun sollten, Thomas erhörte an Brett 5 meine hoffnungsvollen Gedanken: Er stand in einem Endspiel mit jeweils 5 Bauern (davon je ein entfernter Freibauer), wobei Thomas das verbundene Turmpaar gegen die Dame hatte. Sein Gegner hatte eine Matt-Idee (ich bin mir nicht sicher, ob er nicht auch eine Remisschaukel hatte), Thomas holte erst mal alle Bauern am Königsflügel ab (hier stand es jetzt 4 gegen 1 Bauer) verhinderte das Matt-Motiv und sackelte den ganzen Punkt ein.

Leider konnten wir uns nicht lange über das "Anschlusstor" freuen: Erich hattean Brett 4 die Eröffnung nicht besonders erfolgreich absolviert und sah sich ständig irgendwelchen Drohungen mit Abzügen, Materialverlust oder Spieß gegenüber. Das konnte er eigentlich recht lange erfolgreich verteidigen, letztendlich aber verlor er dann leider doch einen Läufer, das war dann natürlich nicht mehr haltbar.

An Brett 7 spielte Stefan seine erste Mannschaftspartie für Kriegshaber und kam gleich mal gegen Ulla Münch dran. Stefan spielte aber stark auf, seinen Königsangriff konnte seine Gegnerin nur auf Kosten eines Springers parieren. Es wäre eventuell verführerisch gewesen, mit einem Figurenopfer den Angriff fortsetzen zu wollen, aber Stefan erkannt, dass dieser Angriff nicht durchgehen würde. Also gruppierte er all seine Figuren um und konzentrierte sich darauf, seinen d-Bauerndurchzudrücken und dabei das gegnerische Zentrum zu sprengen. Das konnte auch nicht durch beide Türme+Dame auf der anderen Seite der d-Linie verhindert werden, so dass Stefan kurz darauf den Sieg einbuchen konnte.

Tja, und jetzt noch was für Nervenstarke: Bei den beiden letzten Partien ging es sowohl auf dem Brett hoch her, dazu wurden beide Partien zu Zeitnotschlachten.

An Brett 4 hatte es Bastian mit Edmund Huber zu tun, und er hatte keinerlei Respekt vor großen Namen oder langer Erfahrung. Mit recht aggressivem Spiel gelang es ihm , den gegnerischen König im Zentrum und einen Turm und den weißfeldrigen Läufer aus dem Spiel zu halten. Er hatte nach drei Stunden Spielzeit ein Zeitposter von über 30 Minuten, und es waren noch etwa 20 Züge bis zur Zeitkontrolle zu absolvieren. Meiner Meinung nach hätte er zum richtigen Zeitpunkt den Königsangriff abbrechen können und stattdessen den ganzen Damenflügel erobern können und dann die verbundenen Damenbauern verwerten müssen. Er versuchte aber, weiterhin einen Königsangriffsplan zu finden und zu verfolgen, darüber fiel ihm dann leider die Zeit.

Jeffrey hatte es an Brett 2 mit Buckel zu tun, spielte aber sein Caro-Kann und kam früh in eine wilde Stellung: Buckel hatte in die Königsbauern mit der Dame eingeschlagen und zwei Bauern erobert, dafür stand sein König im Zentrum, Jeffrey konnte mit Läufer-Einschlag auf f7 den König in der Mitte fixieren. Hier dachte sein Gegner über einen Zug über 50 Minuten nach, so dass Jeffrey auch zeitlich Vorteile hatte. Es war hier schwierig einen Plan zu finden: Entweder selbst auf Bauernraub zu gehen und einen Mehrbauern zu machen, die gegnerische Dame noch ungünstiger stellen, oder groß rochieren (unter Aufgabe eines weiteren Bauern) um den eigenen König wegzuräumen und noch Turm und Springer ins Angriffsgeschehen einbringen zu können. Hier muss man mal den Computer befragen, gefühlsmäßig war da was drin, das sahen aber weder die Kibitze noch Jeffrey, und beim Grübeln über weitere Angriffspläne ging sein ganzer Zeitvorteil flöten. Irgendwie boten sich beide Kontrahenten jeweils einmal remis an, das der andere jedes mal nicht zur Kenntnis (oder Wahrnehmung) nahm, und bei einer Zeitnotschlacht mit jeweils 2 Minuten für 15 Züge stellte Jeffrey seinen Turm ein.

Gesagt ist gesagt: "Wir haben definitiv zu hoch gewonnen" (Ulla Münch).



Autor dieser Meldung:Eckhardt Frank
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