Gscheid donebn glangt! - 2 : 6 gegen Mering 3

5. Mannschaft (Kreisliga III 2019/2020): Spielbericht 5. Runde

Leider kann ich an dieser Stelle nur wenig erfreuliches von unserem letzten Mannschaftskampf berichten.

Alles in Allem ein Trauerspiel gegen einen DWZ-mäßig - an 4 Brettern defintiv - schwächeren Gegner.

 

— xxx —

 

Stefan K. holte sich mit den weißen Figuren an Brett 1 in einer Italienischen Partie einen Zentralbauern, vernachlässigte dafür aber seine Entwicklung am Damenflügel. Statt aktiv weiterzuspielen, ging er in den Verteidigungsmodus über. Schwarz griff mit seinem Läufer einen Turm an. Stefan hätte seinerseits einen gegnerischen Läufer angreifen und danach mit Turm gegen 2 Läufer aus der Taktik herauskommen können. Ob das zum Sieg gereicht hätte, ist nicht klar, denn mit einem Isolani auf der d-Linie bewertet der Computer die Stellung als nahezu ausgeglichen. So zog er seinen Turm zur Seite und nach 18 Zügen standen sämtliche Figuren von Weiß wieder schön aufgeräumt auf ihren Startfeldern. Schließlich übersah Stefan leider eine Läufer-Dame-Batterie gegen seinen Springer und warf das Handtuch in den Ring.

 

Stefan B. konnte an Brett 2 mit Schwarz die Punkte teilen. In einem Slawischen Damengambit verließ die Partie kaum die Remisbreite. Nach Abtausch der meisten Figuren, einigte man sich mit je einem Springer und verschiedenfarbigen Läufern bei symmetrischer Bauernstellung auf ein friedliches Remis.

 

Josef spielte an Brett 3 mit Weiß das Londoner System und startete, nachdem sein Gegner Tempo mit einem doppelten Bauernzug verlor, kurz rochierte und seine Dame am Damenflügel parkte, einen zweischneidigen Angriff am Königsflügel. Die Stellung war materiell ausgeglichen, die Diagonale nach h7 für den weißen Königsläufer offen, aber die Festung vor dem schwarzen König durchaus stabil. Nach einem Patzer von Schwarz hing dessen Turm auf h6. Die Dame hätte den Turm nur ergreifen müssen, denn der g7-Bauer hätte nicht nehmen können. Josef hat die Fesselung durch seinen Turm auf g1 schlicht und ergreifend übersehen und zog die Dame zurück. Das änderte alles, denn nun hatte Weiß die Möglichkeit seine Dame vom Damenflügel zurückzubeordern und seine Schwerfiguren in Stellung zu bringen. Wenige Züge später fesselte besagter Turm (der eigentlich gar nicht mehr hätte da sein dürfen) die weiße Dame vor dem eigenen, noch unrochierten König - Damenverlust oder Matt oder beides, das war das Ende der Geschichte.

 

Ralf spielte an Brett 4 Holländisch (Leningrader System) auf 1.d4 und kam, wie meistens, gut aus der Eröffnung. Er sicherte sich das Läuferpaar und erreichte eine ausgeglichene Stellung. Leider kam die Zeit als zweiter Gegner ins Spiel. Unter Zeitdruck schlichen sich meist unvermeidbare Fehler ein (zumindest in unserer Spielstärke - siehe Bericht 1. Mannschaft): Es kam zu Figurenverlust, hoffnungsloser Stellung und schließlich einem Matt auf der Grundreihe. 

 

Elmar stellte mit Weiß an Brett 5 in einem Sizilianer unglücklicherweise recht früh die Qualität ein und konnte den Nachteil nur noch bis zur Aufgabe verwalten.

 

Ich (Patrick) spielte an Brett 6 mit Schwarz die Endspielvariante eines Philidors. Ich holte mir das Läuferpaar und schloß meine Entwicklung ab. Mein Plan eines Angriffs mit beiden Türmen am Damenflügel ging nicht auf. Ein verfrühter Vorstoß meines b-Bauern ermöglichte Weiß ein Qualitätsopfer mit tödlicher Fesselung. Mein Kompliment an meinen Gegner für diesen gelungenen Schachzug.

 

Herbert holte an Brett 7 als Einziger an diesem Abend den ganzen Punkt für unsere Mannschaft. Vielen Dank für unsere Ehrenrettung! Er spielte mit Weiß gegen eine Königsindische Verteidigung. Herbert tauschte den fianchettierten Läufer ab und nutzte den schwachen Felderkomplex am Königsflügel um den Gegner mit dem Springer und der Dame in die Ecke zu treiben und dann Matt zu setzen. Kurz vorher gab dieser auf.

 

Mike spielte an Brett 8 mit Schwarz eine Damenbauer-Eröffnung. Auch diese Partie verließ kaum die Remisbreite und nach Abtausch der Damen einigte man sich mit je 2 Türmen, dem schwarzfeldrigen Läufer und 7 Bauern auf das Unentschieden.

 

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Betrachtet man im Ligamanager die Fieberkurve der Kreisliga III könnte man sagen:

Wäre unsere 5. Mannschaft ein Patient, dann wäre die Prognose sehr gut - das Fieber sinkt!



Autor dieser Meldung:Patrick,Dr. Kreisberger
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Kommentare zu dieser Meldung:

Name und ZeitpunktKommentar
Lothar schrieb am 21.01.2020 gegen 16:06 Uhr Also, ich bin ja kein Arzt - aber wenn die Temperatur immer weiter sinkt, könnte es dann nicht sein, dass der Patient tot ist und langsam auskühlt?
Patrick schrieb am 21.01.2020 gegen 17:12 Uhr Wenn das Fieber sinkt, ist es generell erst mal gut.
Aber das Problem ist ja ein ganz anderes:
Unsere 5. Mannschaft ist kein Patient! Und was da sinkt ist auch kein Fieber!
Lothar schrieb am 21.01.2020 gegen 21:33 Uhr Ich hoffe, du willst damit hauchzart andeuten, dass wir anstatt eines Mediziners eher einen Leichenbestatter als Captain brauchen. Da denk ich lieber an Naders Spruch von der Silvesterfeier: Wenn Du ohnenhin nicht schwimmen kannst, ist es egal, wie tief Du unter Wasser bist. - Aus diesem Mann spricht große Weisheit...
Lothar schrieb am 21.01.2020 gegen 21:38 Uhr ...*nicht* andeuten, wollte ich sagen...
VicePresident schrieb am 22.01.2020 gegen 18:57 Uhr Da sind wieder Schach-Philosophen unterwegs... :-)
VicePresident schrieb am 22.01.2020 gegen 18:57 Uhr Da sind wieder Schach-Philosophen unterwegs :-)


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