Es war einmal - aus unserer Schach-Chronik (4)

Was tut man, wenn man wegen einer Pandemie und Ausgangssperre zu hause sitzt? Man räumt auf.

Und da stößt man auf allerei interessantes.

Als vor ein paar Jahren der bekannte Schach-Journalist Alfred Diehl das Werk "Der Bayerische Schachbund. Aufbruch ins dritte Jahrtausend" verfasste, widmete er auch einen kurzen Abschnitt auf die Untergliederungen des BSB; in diesem Zusammenhang tauchte auch die Frage auf, wann denn jetzt genau der Schachbezirk Schwaben gegründet worden war.
Es ist ja wie so oft: die relevanten Unterlagen waren verloren gegangen, Zeitzeugen inzwischen verstorben. Also wurde eine grobe Schätzung abgegeben (so um 1948 ?).

Kürzlich wurde ein Schachfreund dann fündig. Die Wege dazu allerdings waren etwas verschlungen:
In der "Schwäbischen Landeszeitung" (das war die Ausgabe für Kempten der Augsburger Allgemeine, die jahrzehntelang eine ausgezeichnete und informative Schachspalte hatte) wurden im Archiv zwei unscheinbare Artikel entdeckt:

Aus der Schwäbischen Landeszeitung vom 29.11.1946:
„Schach
In Lauingen findet am 8. Dezember 1946 ab 9 Uhr im Gasthaus „Kannenkeller“ eine Zusammenkunft aller schwäbischen Schachkreise statt, bei der die Gründung eines schwäbischen Schachverbandes besprochen und die Austragung der schwäbischen Mannschaftsmeisterschaft 1947 festgelegt wird. Wegen der Quartierfrage ist der auf 2. Dezember 1946 festgesetzte Meldetermin von Teilnehmern und Gästen einzuhalten. Anschriften sind zu richten an Georg Laurien, Lauingen, Donauvorstadt 14.“

„Schach
In Lauingen a. D. wurde ein Schwäbischer Schachverband gegründet. Außer Augsburg und Kempten waren die Landkreise Neuburg, Donauwörth, Nördlingen, Dillingen, Krumbach, Thannhausen durch Delegierte vertreten. Zum Leiter des Verbandes wurde Georg Laurien, Lauingen a. D., Donauvorstadt 14, einstimmig gewählt; als dessen Stellvertreter und Spielleiter Kaspar Haas, Donauwörth, Pflegstraße 237½, als Kassierer fungiert Herr Dick, Kreissparkasse Dillingen. U. a. wurde beschlossen, schon in Bälde schwäbische Mannschafts- und Einzelmeisterschaften auszutragen (Meldeschluß 1.1.47).

Somit kann man das zweite Adventwochenende 1946 (7. / 8.12.1946) als das Gründungsdatum des Schwäbischen Schachverbandes festhalten.

Im Kreis Augsburg gab es zu dieser Zeit bereits einen sehr aktiven Schachverband, Ligaspielbetrieb wurde bereits abgehalten. In seinen ersten Jahren spielte der schwäbische Schachverband nur eine Einzelmeisterschaft (12 Teilnehmer), eine Junioren-Einzelmeisterschaft (8 Teilnehmer) und ein Qualifikationsturnier aus, bei dem die Meistermannschaften der Schachkreise den jeweiligen Aufsteiger in die bayerische Landesliga kürte (mit einer witzigen Regel: weil Augsburg als Schachhochburg galt, spielte der 2. aus Augsburg gegen den Meister aus Süd-, Mittel- und Nordschwaben, der Sieger aus diesem Turnierchen trat dann gegen den 1. aus Augsburg an).

Danke an Rudolf Martin für seine akribische Recherche in alten Zeitungsarchiven



Autor dieser Meldung:Eckhardt Frank
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