Kriegshaber IV hat sich mit einem hohen Sieg aus dem Abstiegsstrudel befreit

Klarer 6½ - 1½ gegen Caissa II


Betrifft Mannschaft: 4. Mannschaft (Kreisklasse II)


Rang Mannschaft TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 Man.Pkt. Brt.P
1. Inchenhofen 1776 ** 4   5 6   9 - 1 28.0
2. SK Mering II 1719 4 **   5   5 6 9 - 1 24.5
3. SG Augsburg II 1738     ** 6 8 - 2 25.0
4. Rainer SC 1592 3 3 **     6 - 4 23.5
5. SK Kriegshaber IV 1524     ** 5 5 6 - 4 20.5
6. SC Lechhausen II 1579 2 3 2   3 ** 4   1 - 9 14.0
7. TSV Steppach II 1543   2 3 4 **   1 - 9 12.0
8. Caissa II 1465     ** 0 - 10 12.5

Die Ausgangssituation war klar: Bei uns sah es optisch mit 4 Punkten eigentlich gut aus, allerdings stehen die beiden letzten Begegnungen gegen Mannschaften aus der Tabellenspitze an, während Caissa zwar optisch erst bei 0 Punkten stand, allerdings die letzten Begenungen ausschließlich gegen Kontrahenten aus dem Tabellenkeller zu absolvieren hat und mit einer Siegesrallye uns durchaus noch überholen konnte. In Steppach hatte mit am Tag zuvor Dietmar Siegl verraten, dass Caissa sich an den hinteren Brettern "ersatzgestärkt" hatte. Na schau mer mal.

Aus der Eröffnung waren wir ohne größere Collateralschäden herausgekommen. Jetzt musste ich die Trickkiste auspacken, denn wenn wir nach der Eröffnung ordentlich stehen und dann vielleicht noch ich frühzeitig gewinne, dann geht das für uns oft schlecht aus. Also nahm ich recht bald nach der Eröffnung ein Remisangebot meines Gegners an (naja, so richtig dolle Fortsetzungen sah ich in meinem Spiel auch nicht; ich hatte die Alternativen, entweder das Bauernzentrum aufzureißen, mit unklaren Optionen für mich, aber der ziemlich sicheren Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner auf meiner 2. Reihe zwei Schwerfiguren versammeln würde (suboptimal) oder alles zuzulassen und eher defensiv herumzuscheibeln. Beides nicht sehr prickelnd).    Remis.

A propos taktische Kampfführung: Wir erinnern uns noch an interessante Berichterstattung hinsichtlich der für einen  Mannschaftskampf erforderlichen bzw. förderlichen Raumtemperatur aus der vergangenen Saison (Caissa - Steppach); offensichtlich laufen einige Spieler von Caissa bei arktischen Temperaturen zu besonderen geistigen Leistungen auf, denn zwischenzeitlich wurde die Temperatur im Spielraum immer wieder mal auf erfrischende Minusgrade heruntergekühlt; Rosy hatte sich praktisch in alles eingewickelt, was sie an Kleidung dabeihatte, ich hab zwischendurch ein paar Aktien der Stadtwerke in Augsburg geordert, denn der Absatz an Ergas (bei uns im Zollhaus) ist an diesem Wochenende sprunghaft gestiegen; angeblich sollen am Ende des Matches einige der umliegenden Bäume bereits ausgetrieben haben.

An Brett 7 wirbelte Sascha richtig los, steckte eine Qualität ins Geschäft und stand dann mit T+Läuferpaar gegen Turmpaar+ S überlegen; der Gegner hatte die Wahl, eine Figur, einen Turm oder den König zu verlieren und entschied sich dafür, matt zu werden, aber im Bauernendspiel mit einer glatten Wenigerfigur ist auch nicht wirklich spaßig. Souverän herausgespielt von Sascha, klasse!   1 - 0

Kleiner Rundgang; also wir führen und bei 6 laufenden Partien hatten wir tatsächlich in 5 Partien einen  Mehrbauern! Bin ich in der falschen Mannschaft?

Matthias legte eine kleine Schwächephase ein und jetzt hätte ihm seine Gegnerin zwischenzeitlich die Bauern am Königsflügeln zertrümmern können und dann wäre er eher defensiv gestanden, aber das traute sie sich dann nicht, als es auf dem Brett stand, danach konnte Matthias die Situation entschärfen, seinen Angriff in Zentrum und Damenflügel fortsetzen und der war dann nicht mehr zu stoppen und führte zum Punktgewinn.  1 - 0

So richtig kess spielte Valeria auf: Sie gab im Endspiel (jeweils Turmpaar + Leichtfigur) ihren letzten Damenflügel-Bauern her (hier standen beim Gegner jetzt zwei verbundene Freibauern, allerdings noch ganz hinten) um dafür im Zentrum Bauerndruck zu bekommen und führte einen Bauern bis auf die 6 Reihe. Die Leichtfigur konnte so getauscht werden, dass die beiden Bauern am Damenflügel dabei gewonnen werden konnten und jetzt wurde es ein T+Bauern Endspiel, das Valeria praktisch Lehrbuchhaft spielte: Sie gab den vorgeschobenen Bauern gegen einen Mehrbauern am Königsflügel auf, konnte dabei den gegnerischen König abdrängen und verwandelte rasch den letzten Freibauern zur Dame.    1 - 0

Zwischenstand 3,5 für uns; na, den letzten nötigen Punkt werden wir doch aus den verbleibenden Partien rausbekommen können???  Mike stand zunehmend schlechter, Herbert hatte eine Qualität gegeben, hatte dafür 2 Mahrbauern, bei Stefan drohte eine Zeitnotschlacht (14 Züge in 3 Minuten bis zur ersten Zeitkontrolle), aber auch der Gegner von Rosy stand unter extremen Zeitnotdruck.

Zum Matchwinner avancierte Stefan: Auf den letzten Drücker überstand er die Zeitnot und kam dabei sogar noch mit Vorteilen (zwei Mehrbauern) raus, die er dann relativ bald in der Verlängerung zum Sieg verwandeln konnte. Klasse gehalten - UFF!!   1 - 0

Herbert ließ zwischendurch mal eine Sieg versprechende Variante aus, musste dann dauernd auf ein Grundreihenmatt aufpassen und kam irgendwie nicht so richtig voran (naja, hinten stand er durchaus solide, da passierte nichts mehr. In einer Rauchpause in der Räucherkammer sprachen die beiden kurz ihre Optionen durch und einigten sich dann auf Punkteteilung.   remis

Rosy hatte langsam richtig Spaß: Sie hatte jetzt ein Endspiel mit sehr isolierten Bauern und mehr Potential in ihrer Stellung, dazu lief ihr Gegner nach gerade auf den letzten Drücker absolvierter Zeitkontrolle auch in der Nachspielzeit schon wieder in die Zeitnot und hatte immer weniger Zeit, sich inhaltlich mit der Stellung so intensiv wie nötig zu beschäftigen, und so konnte Rosy (mit dickem Zeitpolster) die Partie so richtig abkochen. Bei der Analyse betätigte sich Buchi dann noch als Spaßverderber und analysierte die schöne Partie noch auf Unentschieden.      1 - 0

Die längste Begegnung und somit Überstunden hatte Mike zu absolvieren; zwischenzeitlich war er eigentlich sehr schlecht gestanden, aber irgendwie konnte er seine Stellung doch noch zusammenhalten. Mit zäher Verteidigung und geduldigem Spiel holte er dann auch seinen halben Punkt, so dass wir keine einzelne Partie verloren hatten.    remis

Besonders bemerkenswert finde ich die Leistungen unserer beiden Jugendspieler an den Bretter 6 und 7, die beide überzeugend ihre Partien absolvierten. Lothar fand bei der Analyse nix zu kritteln und war schwer beeindruckt. Jetzt gibt es nicht mal mehr rechnerisch eine Variante, wie wir diese Saison aus der Kreisliga II noch absteigen können.
Hatten wir schon erwähnt, dass Buchi wieder in Landsberg bei einem Preisskat einen Geldpreis (diesmal "nur" Platz 4) abgeräumt hatte? Glückwunsch! Bin gespannt, wie lange sie in in Landsberg noch mitspielen lassen.



Autor dieser Meldung:Eckhardt Frank
Zuletzt geändert von: Stefan Schneider (am 17.02.2009)
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