5 : 3 Überraschungssieg in der Kreisliga II gegen Friedberg

Einige Stammspieler hatten im Vorfeld absagen müssen, aber diese Saison sind wir in der vierten Mannschaft breit aufgestellt.

So richtig viel ausgerechnet hatten wir uns im Vorfeld nicht, Friedberg hatten zwar ein Match weniger (9 Mannschaften heißt in jeder Runde ein Freispiel und da hatte Friedberg schon sein Freispiel und wir noch nicht), kam aber mit der Empfehlung von zu Null Mannschaftspunkten zu uns. Außerdem sagte die DZW-Liste einen Vorsprung von 150 Punkten für die Friedberger an. Aber: Absteigen können wir diese Saison kaum noch, also: Spaß haben und einen netten Schachabend verbringen.

Die gute Nachricht: Nach einer Stunde hatte noch keiner was eingestellt. Wir hatten sogar an drei Brettern ( Thomas, David und Christian) jeweils einen Mehrbauern.
In solider Stellung.
Aber ohne klaren Vorteil.

An Brett 3 steht bei Alex eine Stellung auf dem Brett, die irgendwie unangenehm aussieht (für beide Spieler): jeweils 5 Bauern, Dame und das Springerpaar. Das gibt viele Gelegenheiten, etwas einzustellen und so richtig dynamisch angreifen, das geht auch nicht. Es sah wohl nicht nur von außen unangenehm aus, das Gefühl hatten auch die beiden Kontrahenten, denn kurz darauf wurde das Remis vereinbart.

Bei mir an Brett 1 hatte sich aus einem geschlossenen Sizilianer heraus (bitte frage mich keiner, welche Variante oder so, ich war praktisch nach 5 Zügen out of book) ein wildes Verhau entwickelt. Rudi Forster hatte optisch ein leichtes Übergewicht auf dem Königsflügel (wir hatten beide kurz rochiert), während ich am Damenflügel recht solide stand. Aber dann ging es nicht wirklich weiter. Man hatte so den Eindruck, wer als erstes die Stellung für einen Angriff öffnet, könnte her schlecht rauskommen, also dachte ich zwar noch ein paar Minuten über das Remisangebot von Rudi nach, aber ich sah nichts, was irgendwie auch nur so ähnlich wie Vorteil erlangen aussah. Noch ein Unentschieden.

Thomas hat an Brett 5 ein Bauernendspiel mit Doppeltürmen und einem Mehrbauern auf dem Brett. Warum bekomme ich eigentlich solche Stellungen nie in einer Partie hin??? Sieht für mich klar vorteilhaft aus (wird noch ne lange Schieberei werden, sollte aber gewinnbar sein. Nach einem nicht ganz optimalen Zug wird die Stellung schon mal einen gute Tick remiseliger, sieht aber immer noch gut aus. Wobei Thomas eine nicht ganz optimale Bauernstruktur hat, kann man aber alles noch spielen. Wir haben je einen Mehrbauern und der gegnerische Turm ist abseits. Dann sieht Thomas noch einen starken Turmzug nicht und es wird Remis wegen dreimaliger Stellungswiederholung.

An Brett 7 sah es bei Stefan für mich ganz gut aus; Stefan hatte eine Theorievariante aufs Brett gestellt, da kannte er sich wohl auch ganz gut aus. Dann wich er vom empfohlenen Mainstream ab und das war weniger gut, die Stellung kippte und Stefan musste dann einige Züge später aufgeben. Das kann schon mal passieren.

1,5 : 2,5 gegen uns. Irgendwie hatten wir ja mit sowas rechnen müssen.

David kam mit seinem Mehrbauern auch nicht so richtig voran. Ich hätte in der Stellung meinen Turm eher im Zentrum platziert (zwingt den gegnerischen Turm an den Rand zum Bewachen seines Bauern) und dann den Mehrbauern am Königsflügel in Bewegung gesetzt, David sah andere Pläne, die dann aber nicht so richtig fruchteten und auf einmal kam es auch hier zu einer Stellungswiederholung und dem nächsten Remis.

Am Vortag beim Klubturnier hatte Werner (mit Schwarz) noch einen rabenschwarzen Tag erwischt und nur mit einem Riesendusel gepunktet. jetzt hatte er ganz offensichtlich daraus gelernt, er spielte exakt wie sein Gegner vom Vortag das selbe System und kam folgerichtig in eine vorteilhafte Stellung, die er immer weiter verbesserte, bis zum ganzen Zähler. Auf einmal hatten wir Ausgleich! 3 : 3.

Und es sollte noch besser kommen: Florian hatte an Brett 2 einen Angriff des Gegners auf seine Königsstellung aushalten müssen, konnte aber nach einem Bauernopfer die Stellung konsolidieren. Als dann Helmut Kessler den eigenen schwarzfeldrigen Läufer im Eck hinter seinen Bauern einmauerte, hatte Florian auf einmal de fakto eine Mehrfigur und konnte jetzt langsam aber sicher zum Gegenangriff auf die gegnerische groß rochierte Königsstellung blasen. Der a-Bauer zertrümmerte dann die gegnerische Stellung und gewann eine Figur, und so konnte Florian nach einer tollen und spannenden Partie den ganzen Zähler melden.

Es spielte an Brett 8 noch Christian, und auch der hatte eine solider Stellung mit Mehrbauern. Remis hätte zum Mannschaftssieg gereicht, aber Christian hatte höhere Ambitionen; Peter Miller hatte nichts mehr entgegenzusetzen und Christian verwandelte das Endspiel zum finalen 5 : 3 Sieg für die Mannschaft.

Spannende Partien und auch ein sehr ausgewogen ausgespielter Mannschaftskampf - mit dem besseren Ende für uns.



Autor dieser Meldung:Eckhardt Frank
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