Feierlichkeiten und andere Aktivitäten

"Feierbiester"

Frühen Protokollen kann man entnehmen, dass bereits im ersten Jahr der Vereinsexistenz ein "Vergnügungsausschuß" bestand, der sich um den geselligen Teil des Vereinslebens kümmerte. Über diese länger zurückliegenden Zeiten hat Erich in "50 Jahre SKK" gebührend berichtet.

Seit wir unsere eigenen Räume im Alten Zollhaus haben, haben wir jedes Jahr eine gemeinsame (mit Angehörigen!) Sylvesterfeier: Nach einem ausführlichen kalten und warmen Buffet (Stichwort: Essen bis zum Abwinken) haben wir Zeit für gemütliche Unterhaltungen und dazu werden alle möglichen Spiele (außer Schach!) gespielt, wie "Hase und Igel", "Malefiz" (legendär: das von Jürgen Zillmann selbst gebastelte Monster-Malefiz mit längeren Wegen für mehr Mitspieler), "Carcassonne" und anderen. Zum Feuerwerk gehen wir dann nach draußen, helfen auch mit, die Umwelt zu verbessern und im Anschluss werden dann Chili con Carne und Feuerzangenbowle zelebriert.

Als wir 1985 mit unserer ersten Mannschaft den Aufstieg schafften, war das natürlich der Anlass für eine zünftige Aufstiegsfeier im Sommer nach der Aufstellungssitzung. Das wurde dann gefolgt von diversen NIcht-Abstiegs-Feiern, Abstiegs-Feiern und erneuten Aufstiegsfeiern. Inzwischen sagen wir nur noch Sommerfest dazu; wir haben so viele Mannschaften, dass eigentlich immer irgendeine auf- oder absteigt. Das Sommerfest findet am Tag der Aufstellungssitzung im Juli statt; leider ist die gute Sitte, zwischen Aufstellungssitzung und dem abendlichen Sommerfest eine Radtour zu machen, eingeschlafen.

Wenn das AFRO jedes Jahr gelaufen ist, wenn der Turniersaal wieder aufgeräumt ist, das Spielmaterial verräumt, wenn Spieler, Organisatoren und Helfer tief durchschnaufen und froh sind, dass es wieder einmal vorbei ist, dann treffen wir uns noch alle gemeinsam im "il quadri Foglio auf ein gemeinsames AFRO-Abschlussessen. Da werden die Fast-Siege nochmal erläutert, kleine oder große Ereignisse passieren nochmals Revue und bei dem einen oder anderen Getränk kommt man langsam wieder herunter.

Andere Aktivitäten

Mehr als "nur" ein Schachklub
In den letzten 25 Jahren sind verschiedene "Moden" auch im "gemütlichen Teil" des Abends zu beobachten gewesen:
Im Pfarrheim hatten wir einen gewissen Ruf (ich sage nicht welchen...) bezüglich des "Bierlachs" (die bayerische Abart des Skat). Der harte Kern (Bruno Stubenrauch, Erich Bartel, Herbert Benesch,Hans Merkt, Hans Mayinger und ich) trieben Frau Grimminger vom Pfarrheim, die Bedienung und Schorsch Grimminger an den Rand des Wahnsinns, wenn wir zu einer Zeit die Karten ergriffen und lauthals Brotzeiten sowie eine Maß "Gois" nach der anderen orderten, zu der die anderen Gäste schon daheim die erste Kuhle in die Bettmatraze gelegen hatten. Der Abend endete meist in zähen Verhandlungen mit Familie Grimminger um eine letzte, allerletzte und zuletzt noch eine ganz schnelle "Gois", woraufhin wir mit den Worten "Buabn, vertoilts eich fei glei!" entschlossen hinausexpediert wurden. Danach wurden noch stundenlang "tiefsinnige" Gespräche (in durchaus interessanter Lautstärke, die Nachbarn sollten ja an unseren Weisheiten teilhaben!) geführt, z.B. in welchen Kriegshaber Lokalitäten zum Hahnenschrei unter Umständen noch etwas Flüssiges zu ergattern sein könnte.

In den diversen Lokalen, durch die uns nach dem "Rausschmiß" aus dem Pfarrheim der raue Wind der Zeitentrieb, versuchten wir dann den ersten Anlauf einer Jugendarbeit. Wenn dabei später Nachwuchsspieler in Regionalliga / Landesligaqualität heranreiften, dann würde ich das weniger unserer Jugendarbeit, denn eher dem Talent dieser Spieler sowie dem Unterhaltungswert der Lokale zuschreiben. Den harten Kern bildeten damals Armin und Elmar Bartel, Michael Müller (heute Romfeld), Michael Strohmeier, Jürgen Zillmann, Peter Schury, Jörg Lemmel. Neben beachtlicher Spielstärke im Schach wurden erstaunliche Qualitäten im Flipper (Unterbaarer Bierstuben) und Billard (Lustiger Hans) entwickelt, während wir schachlich "nebenbei" die niederen Gefilde der Schwabenliga 2 bis heute verlassen haben.



Im "Zollhaus" wandelte sich dann das Freizeitverhalten abermals: vor 20 Jahren wurde nächtelang geblitzt, später Tandem und Querschach bis in die Exzesse betrieben. Der harte Kern dieser Truppe - Michael Müller, Wolfgang Reis, Michael Strohmeier, Andreas Stör, etwas später Christian Matevzic, Helmut Silberhorn, Michael Voß und Martin Möbus - zockte alle Schachvarianten, Hauptsache die Bedenkzeit war minimal.

Im Nebenzimmer hatte sich dann schon die Schafkopfrunde etabliert (Bruno Stubenrauch, Hans Merkt, Erich Bartel, Peter Gruber und Wolfgang Buchert). Die Blitzzocker sind fast verschwunden (höchstens "normale Blitzer") die Schafkopfrunden haben nach einer gewissen Hochzeit inzwischen fast die Existenz eingestellt.

Auf einmal war Schafkopf "out", Skat war angesagt. Neben den fast wöchentlichen Skatabenden veranstateten wir (zusammen mit dem SK Mering) eigene Skat-Turniere, es gab dann sogar einen jährlich ausgespielten "Sarna-Hacker-Pokal".

Inzwischen ist wieder - neben Backgammon - Schafkopf das Kartenspiel, soweit sich am Abend noch ein paar Kartler zusammenfinden.

Außerdem werden wir imer sportlicher. An den Wochenenden geht man schon mal gemeinsam in die Berge, zum Wandern oder auf eine Schneeschuh-Tour. Eine feste Institution sind wir aber beim Landkreislauf - Acht im Achter. Angefangen hatte es, als man erkannte, dass der eine oder andere in seiner Freizeit neben Schach auch die Laufschuhe schnürt, und so keimte die Idee, beim Landkreislauf mitzumachen. Dort wurden wir beim ersten mal etwas exotisch empfunden ("... und hier kommt ein Läufer vom Schachklub..."), was bei uns den Ehrgeiz reifen ließ: wir wollten die schnellste Frauenmannschaft sein (also ausgeschrieben: wir wollten vor der schnellsten Frauenmannschafrt ins Ziel kommen).
Haben wir aber nie geschafft.
Einmal traten wir mit zwei Mannschaften an (Gersthofen), wobei hier einige Katastrophen passierten: Der Startläufer der 2.Mannschaft brauchte für seine runde so lange, dass bei den anderen Mannschaften schon der dritte Läufer unterwegs war, bevor der erste Wechsel vollzogen werden konnte. Was uns den souveän letzten Platz - noch hinter der Kindermannschaft - bescherte. In der ersten Mannschaft verlief sich ein Läufer und eilte einige Kilometer in die falsche Richtung, was dann die Gesamtplatzierung auch etwas beeinträchtigte.
Inzwischen plagen einige der Läufer das eine oder andere Zipperlein, doch aus dem Nachwuchsbereich kommt inzwischen die nächste Generation an Läufern.

Vom "Kaffeehausspiel" zum Schachsport

Man muss nur die jährlichen Klagen der jeweiligen Spielleiter nachlesen, um einfach herauszubekommen, dass etwa bis 1968/69 der Vereinsabend mit Sport (wie sich Schach heute versteht) wenig zu tun hatte. Das Klubturnier hatte mehr Alibifunktion, auch bei den Mannschaftskämpfen passierten Dinge, die man heute als recht erbaulich empfindet, die aber mit Sport weniger zu tun hatten. Unser Spiegelschach (Erwin und Otmar Gänsler im Mannschaftskampf gegen Bärenkeller) gehörte da noch zu den sportiveren Angelegenheiten.

Ich datiere den Umstieg zum Sport auf die Jahre 1968/69. Damals fingen Erich Bartel, Kurt Weiß und Herrmann Lucht, sowie Dr. Arno von Wilpert an, sich durchaus "moderne" Gedanken zu machen, z.B. über Marketing (Wurfzettelaktion in Kriegshaber), regelmäßiger Spielbetrieb (Beginn des Dr.von-Wilpert-Pokals) und Selbstdarstellung (die ersten Vereinszeitschriften erscheinen, jeweils einmal jährlich zurJahreshauptversammlung).

Seit 1973 wird das Klubturnier modernisiert (und findet seither in verschiedenen Modi jährlich statt): Es wird ein Terminplan für alle Runden herausgegeben, einige Jahre lang kommt sogar zu jeder Runde einwöchentliches Bulletin (mit Einzelergebnissen, Tabelle und locker flockigem Spielbericht) heraus.

1974 (zum 50jährigen Jubiläum) werden wieder einige Neuerungen eingeführt: Begründung des "Sommerblitzkönigs": von Juni bis Anfang September wurde jede Woche ein Blitzturnier ausgetragen, für den ersten Platz gab es soviele Punkte wie Teilnehmer mitspielten, der zweite einen Punkt weniger, und auch der letzte erhielt einen Ehrenpunkt. Die Punkte aller Turniere wurden zusammengezählt und der mit den meisten Punkten am Schluss war der Sommerblitzkönig.


Erstens: Die Turniere fanden lebhaften Zuspruch, teilweise über 25 Mitspieler pro Runde.
Zweitens: Anfangs bekam der Rundensieger der Vorrunde das "Grüne Trikot" (ein grünes T-Shirt)
Drittens: Der Gesdamtführende trug das "gelbe Trikot" (ein gelbes T-Shirt)
bis beide Trikots eines Jahres den Weg von der Waschmaschine nicht mehr in den Klub zurückfanden. Leider hat über die Jahre die Begeisterung für Blutzschach schwer geligtte und die nachdem die Teilnahme an den Blitzturnieren immer weiter zurückging, haben wir das erst mal eingestellt.

Erstmalige Austragung des Jugendpokals: Immer am Freitag, an dem unsere Jahreshauptversammlung stattfindet, wird zuvor der Jugend-Pokal ausgetragen. Anfangs als Bitzturnier, später als Schnellschachturnier. Je mehr die Zahl unserer Jugendlichen gewachsen ist, desto weiter nach hinten im Kalender ist der Jugend-Pokal gewandert. Ausgespielt wird er jedes Jahr immer noch.

Ein paar Jahre lang haben wir Ferienschach angeboten bzw. haben am Angebot der Stadt Augsburg teilgenommen. Der Erfolg und die Resonanz waren unterschiedlich, von fast 10 Jugebdlichen, die mehr oder weniger regelmäßig kamen bis zu null Teilnehmer.

Weil meinem Vater die extreme Qualmerei im Klub auf den Nerv ging, spendete er den Nichtraucherpokal, während dessen Austragung absolutes Rauchverbot herrschte. Dieses Blitzturnier ist zwischenzeitlich sanft entschlafen, weil einerseits kaum noch Raucher im Klub sind und andererseits bei Schachpartien generell Rauchverbot besteht, so dass praktisch alle Turniere Nichtraucherturniere sind.

In drei aufeinanderfolgenden Jahren haben wir auch in unseren neuen Räumen ein 24-Stunden-Blitzturnier ausgerichtet, das anfangs sehr viel Zulauf hatte, das Interesse aber immer weiter abflaute.
Eindrücke:
Im Vorfeld habe ich einen Umzugskarton voller belegter Semmeln geschmiert.
Die letzten sechs bis acht Stunden waren ein ständiger Kampf gegen den Schlaf.
Ben Johnson: Bei der zweiten Austragung (während der Olympischen Spiele) hatte Peter Gruber einen tragbaren Fernseher organisiert, der am Fenster stand und die ganzen 24 Stunden permanent Olympia brachte. Der Fabellauf von Ben Johnson wurde alle halbe Stunde nochmals wiederholt.
Während diverse Teilnehmer mal für ein paar Stunden verschwanden und ihre Matrazen abhorchten, musste ich als Turnierleiter natürlich immer vor Ort bleiben. So hab ich dann am Ende des Turniers auch entsprechend ausgesehen...

1984 - zum Einzug ins Zollhaus - stiftet "Pokale Greiner" auf Anregung von Gerd Heigemeir den Zollhauspokal. Anfangs wurde er als 90-Minuten-Turnier immer kurz vor der Ferienzeit ausgetragen, als Schweizer System. in den letzten Jahren starten wir die vereinsinternen Turniere mit dem Zollhaus-Pokal, inzwischen spielen wir Fischer-Bedenkzeit, entweder Gruppenturniere oder Schweizer System. Rekordbeteiligung waren einmal 26 Teilnehmer.

in den vergangene Jahren haben wir ein paarmal ein ELO-Einladungs-Turnier für unsere spielstärksten Spieler sowie eingeladene Gäste aus anderen Vereinen organisiert, wobei hier immer sehr illustre Teilnehmerfelder zustandekamen. Leider ist das Interesse nach ein paar Austragungen wieder erlahmt, aber vielleicht versuchen wir es ja auch wieder.

Teilnahme an Verbandsturnieren

Außer den Mannschaftskämpfen hatten wir jahrelang nur vereinsintern gespielt, Teilnahme an Verbandsturnieren waren sehr selten bzw. fanden nicht statt. Ab 1978 etwa beginnt die Teilnahme des Schachklubs an diversen Turnieren des Schachverbandes, wie an der Augsburger Stadtmeisterschaft, schwäbischen Jugend - Meisterschaften, diversen Blitzturnieren, vor allem auch Mannschaftsblitzturnieren. Anfangs in der Rolle des Kanonenfutters sammeln wir langsam, aber zunehmend Spielstärke. Zeitweise hatten wir drei nahezu gleichstarke Blitzmannschaften, von denen in einem Zeitraum von 10 Jahren nahezu jedes Jahr eine Schwäbischer Blitzmeister wurde.
Mehrfach qualifizierten wir uns für die Bayerische Blitzmannschaftsmeisterschaft, wo wir auch im Tabellenvorderfeld mitmischten.

Bei der Bayerischen Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft hatten wir es sogar in die Oberliga geschafft, ehe wir jahrelang Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft nicht mehr mit unserer Anwesenheit beehrten. Vor drei jahren trugen wir dann die Schnellschach-Landesliga Süd aus, gewannen (etwas überraschend) dieses Turnier und stiegen wieder in die Oberliga auf, wo wir allerdings gleich wieder einen Abstiegsplatz belegten.

Im Jugendbereich feierten wir große Erfolge: Felix Graf, ein paar Jahre später Julian Niedermayer, Anton Bilchinski, Sascha und Tamara Buchberger, Raphael Lämmchen, Carina und Christoph Baiter, Felix und Anja Grabowski, Oliver Adam waren feste Größen auf BAyerischen Jugendmeisterschaften, konnten sich teilweise auch für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Der größte Erfolg war der bayerische Meistertitel unserer U12-Mannschaft, die danach auf der Deutschen U12-Mannschaftsmeisterschaft mit Rang 7 einen ordentlichen Mittelplatz belegte.
Aktuell knüpfen wir an diese Zeiten allmählich wieder an, wie man auch der aktuellen Berichterstattung entnehmen kann.

Bei den Erwachsenen konnten wir uns immer wieder als Teilnehmer an der Bayerischen EM qualifizieren.

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Terminvorschau:
Senioren-EM, Runde 5. Beginn: 19:00 Uhr am Dienstag, 19.10.2021

Taktiktraining, Beginn 18:00 Uhr am Dienstag, 19.10.2021

Freier Spielabend, evtl. Rapid-Turnier am Freitag, 22.10.2021

Kreisliga 2: Friedberg II - Kriegshaber IV, Beginn 18:00 Uhr am Samstag, 23.10.2021

Alle Saisontermine

Künftige Termine



Aktuelle Downloads:
Satzung des Schachklub Kriegshaber
(Dateigröße: 162.05 KB)

Beitrittsformular Jugendliche
(Dateigröße: 92.43 KB)

Beitrittsformular Erwachsene
(Dateigröße: 91.84 KB)

SEPA-Lastschrift für Mitgliedsbeiträge
(Dateigröße: 95.79 KB)

Zollhauspokal 2021 Ausschreibung
(Dateigröße: 72.64 KB)

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